Realschule in Schöllnach

Wettbewerb – 1. Preis
Generalsanierung und Erweiterung der 3-zügigen Realschule bei laufendem Betrieb in 3 Bauabschnitten, Neubau Doppelsporthalle

Auftraggeber:
Leistung:
Planung:
Bauzeit:
BGF: 
NUF:

Landratsamt Deggendorf über Jahrstorfer.Jandt-Bernreiter.Architekten
LPH 2-5
2006 – 2008
2007 – 2012
7.900 m²
4.900 m²

Ausführende:

MPRDO Mauz Pektor Architekten für Jahrstorfer.Jandt-Bernreiter.Architekten mit Straub-Thurmayer Landschaftsarchitekten

Das bestehende Schulgebäude aus den 1970er Jahren muss generalsaniert werden. Der Entwurf sieht den Rückbau auf den Beton-Rohbau und den Abriss der ungenutzten Schwimmhalle sowie der veralteten Turnhalle vor.

Die Gebäudefigur wird vereinfacht und erweitert, räumlich unbefriedigende Situationen geklärt. Ein flurbegleitender Luftraum, eingeschnitten in die überbreite und dunkle Erschließungszone, bringt Licht in die Gemeinschaftsbereiche der Schule und gibt neue Orientierung. Zusätzliche Treppenhäuser gewähren den zweiten baulichen Rettungsweg. Die neue Turnhalle wird unterhalb der Erweiterung der Schule angeordnet.
Selbstbewusst und freundlich steht der neue Schulbau in der Landschaft oberhalb des Ortszentrums. Die Schule erhält eine neue Identität.
Der Altbestand ist als Stahlbetonskelettbau ausgeführt, eine PCB-Sanierung war hier erforderlich. Die geringen Geschosshöhen des Bestands erschwerten die haustechnischen Installationen. Durch die Anordnung oberhalb der Schrankzonen wurde dieses Problem umgangen.
Die erforderliche neue Raumaufteilung stand im Widerspruch zum strengen Raster des Bestands. Durch ein freies Spiel von raumhohen, offenen und geschlossenen Felder konnten sowohl der neuen Raumaufteilung Rechnung getragen werden als auch das vorhandene, regelmäßige Stützenrater integriert werden. Darüber hinaus wurde ein neues Fassadenbild und somit ein neues „Image“ der Schule erzeugt, welches insbesondere im Hinblick auf die kontaminierte vorhandene Bausubstanz wichtig war.
Die neue Doppelsporthalle wurde mit dem dreigeschossigen Erweiterungsbau überbaut. Die Ausbildung von vier wandartigen Trägern ermöglichte eine wirtschaftliche Realisierung dieser Maßnahme. Das Fassadenbild konnte dadurch sowohl für den Bestand als auch für die Erweiterung einheitlich gestaltet werden.
Die wechselnden Grüntöne der Faserzementplatten verbinden das Gebäude mit der umgebenden Landschaft.